Wilder Mann II

Bereit für d’Fasnet?! – Schuttig mit Bart- bzw. Wildmännerlarve (Aquarell und Bleistift, 24×32, 2018)

Alle Jahre wieder reizt es mich, kurz vor Fasnacht die einheimische Narrengestalt zu malen: Hier sieht man einen Schuttig (roten Zottler) mit einer Bart- bzw. Wildmännerlarve. Diese Larve (Maske aus Holz) zeichnet sich durch die besondere Lockenpracht an der Stirn und im Bart aus. Wie bei den Bleistiftzeichnungen auch, würde ich gerne eine Schuttig-Serie machen. Als nächstes habe ich einen Rägemolli im Blick. Mal schauen, wann ich die Zeit dazu finde… ;-).

Liebe Grüße

Advertisements

Wilder Mann

Wilder Mann – Schuttig „Fratz“/Elzach (Bleistift, DIN A4, 2017)

Kaum ist Weihnachten vorbei, geht es schon wieder auf d’Fasnet (Fasnacht) zu. Als Einstieg in die närrische Zeit eine Bleistiftzeichnung eines Schuttigs, die bereits im Vorjahr entstanden ist (leider ist die Fotografie etwas unscharf, da ich diesen „wilden Mann“ hinter Glas im Zaum halten muss und ihn daher im Rahmen abgelichtet habe ;-)).

Viele Grüße

 

Frohe Weihnachten!

Erster Schnee – Ortsteil Kirchhöf in Biederbach im November (Aquarell, 30×40, 2016)

 

Joseph von Eichendorff

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

 

Ich wünsche Euch allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit im Kreise eurer Familien und Freunde!

Liebe Grüße

Weihnachtlicher Mustermix

Am ersten Advent findet der Weihnachtsbazar der örtlichen Grundschule statt. Da sich auch Eltern beim Bazar mit Selbstgemachtem einbringen können, habe ich ein paar Weihnachtskarten im Zentangle-Style gestaltet. Ich finde diese Art von Grafik faszinierend und habe einfach ein paar Karten versucht und die schönsten Motive vervielfältigt. Im Zeitalter der digitalen Kommunikation ist so eine papierene Form, Weihnachtsgrüße auszudrücken, vielleicht ein bisschen altbacken. Dafür ist eine Karte, die man aussucht, (hand)schriftlich ausfüllt und eingetütet verschickt sicherlich auch noch etwas persönlicher und zudem ein spannendes Ereignis für den Empfänger, wenn er sie aufmacht. Sicherlich spannender als eine WhatsApp unter vielen. Mal schauen, ob die Karten Anklang finden – sonst werde ich sie eben selbst auf Reisen schicken :-).

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da…

„Der Herbst ist da“ ist eines unserer Lieblingsherbstlieder. Zu dem heutigen Wetter passt es wirklich prima wenn es heißt:

„Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Wind, hei hussassa!
Schüttelt ab die Blätter,
bringt uns Regenwetter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!“

Passend zu Lied und Wetter, gibt es bei uns zuhause nun auch die entsprechende Deko: Gestern haben meine Tochter und ich fleißig Fliegenpilze und Igel aus Papierresten gebastelt. Die Kleine hat auch eine Eule mit blauen (Finger)Flügeln gestaltet und natürlich haben wir vor ein paar Tagen – als noch herrlichstes Oktoberwetter war – auf dem Balkon draußen Kürbisse nach gezeichneten (sehr gruseligen ;-)) Vorlagen meines Sohnes ausgehöhlt und in der Weinkiste am Hauseingang drapiert. Die naturbelassene Herbstgirlande im Flur habe ich in einer spontanen Aktion abends aus getrockneten Blättern, Eicheln und Lampionblumen zusammengebunden und die Kürbisse von letztem Jahr aus alten Stricksocken haben ein warmes Plätzchen auf dem Kachelofen gefunden. Das ganze Arrangement vor und im Hausb bleibt nun noch rund fünf Wochen an Ort und Stelle, bevor dann die Adventszeit wieder zu neuen Bastelaktionen einlädt. Das Herbstbasteln hat jedenfalls schon sehr viel Spaß gemacht.

Bis bald

Eure

Merken

Durchatmen

Durchatmen – Blick von der Kirchhöf in Richtung Schlegelsberg, Biederbach (Aquarell, 56×20, 2017)

 

(I) Atmen, du unsichtbares Gedicht!

Atmen, du unsichtbares Gedicht!
Immerfort um das eigne
Sein rein eingetauschter Weltraum. Gegengewicht,
in dem ich mich rhythmisch ereigne.

Einzige Welle, deren
allmähliches Meer ich bin;
sparsamstes du von allen möglichen Meeren, –
Raumgewinn.

Wieviele von diesen Stellen der Räume waren schon
innen in mir. Manche Winde
sind wie mein Sohn.

Erkennst du mich, Luft, du, voll noch einst meiniger Orte?
Du, einmal glatte Rinde,
Rundung und Blatt meiner Worte.

Rainer Maria Rilke  (1875-1926)