Frühling am Bach

Am Biederbach im April – Blick talabwärts in Richtung Melchers Brücke und Gasthaus Pflug (Aquarell, 30×40, 2018)

Der Grashalm

Da drinnen im Waldesgrunde,
Am mild beschatteten Bach,
Da steht ein schlanker Grashalm
Und sieht den Wellen nach.

Entwandernd schau’n sie zum Halme
Mit Silberblicken empor,
Da beugt er sich liebend hinunter,
Küßt Welle für Welle zuvor.

Da scharen die zärtlichen Wellen
Liebkosend sich um ihn her
Und tragen ihn, leis‘ umarmend,
Mit sich hinaus ins Meer.

Johann Kleinfercher

 

Quelle: http://gedichte.xbib.de/_Grashalm_gedicht.htm
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Lust auf Frühling?!

Lust auf Frühling – Schmetterlinge treffen auf Vergissmeinnicht (Acryl auf Leinwand, 30×70, 2018)

 

Frühlingstraum

Ich träumte von bunten Blumen,
So wie sie wohl blühen im Mai,
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei.

Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Auge wach;
Da war es kalt und finster,
Es schrien die Raben vom Dach.

Doch an den Fensterscheiben
Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer,
Der Blumen im Winter sah?

Ich träumte von Lieb um Liebe,
Von einer schönen Maid,
Von Herzen und von Küssen,
Von Wonn und Seligkeit.

Und als die Hähne krähten,
Da ward mein Herze wach;
Nun sitz ich hier alleine
Und denke dem Traume nach.

Die Augen schließ ich wieder,
Noch schlägt das Herz so warm.
Wann grünt ihr Blätter am Fenster?
Wann halt ich dich, Liebchen, im Arm?

 

Wilhelm Müller

 

Nach der Eiseskälte hat es nun auch wieder geschneit… . Dazu kommt diese Grippewelle, die uns auch erwischt hat. Das Bild wie auch das Gedicht spiegeln meine Sehnsucht nach Wärme, Sonne und zarten Blumendüften wieder – hoffentlich kommt er bald, der Frühling!

Liebe Grüße

 

 

Wilder Mann II

Bereit für d’Fasnet?! – Schuttig mit Bart- bzw. Wildmännerlarve (Aquarell und Bleistift, 24×32, 2018)

Alle Jahre wieder reizt es mich, kurz vor Fasnacht die einheimische Narrengestalt zu malen: Hier sieht man einen Schuttig (roten Zottler) mit einer Bart- bzw. Wildmännerlarve. Diese Larve (Maske aus Holz) zeichnet sich durch die besondere Lockenpracht an der Stirn und im Bart aus. Wie bei den Bleistiftzeichnungen auch, würde ich gerne eine Schuttig-Serie machen. Als nächstes habe ich einen Rägemolli im Blick. Mal schauen, wann ich die Zeit dazu finde… ;-).

Liebe Grüße

Wilder Mann

Wilder Mann – Schuttig „Fratz“/Elzach (Bleistift, DIN A4, 2017)

Kaum ist Weihnachten vorbei, geht es schon wieder auf d’Fasnet (Fasnacht) zu. Als Einstieg in die närrische Zeit eine Bleistiftzeichnung eines Schuttigs, die bereits im Vorjahr entstanden ist (leider ist die Fotografie etwas unscharf, da ich diesen „wilden Mann“ hinter Glas im Zaum halten muss und ihn daher im Rahmen abgelichtet habe ;-)).

Viele Grüße

 

Frohe Weihnachten!

Erster Schnee – Ortsteil Kirchhöf in Biederbach im November (Aquarell, 30×40, 2016)

 

Joseph von Eichendorff

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

 

Ich wünsche Euch allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit im Kreise eurer Familien und Freunde!

Liebe Grüße