Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da…

„Der Herbst ist da“ ist eines unserer Lieblingsherbstlieder. Zu dem heutigen Wetter passt es wirklich prima wenn es heißt:

„Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Wind, hei hussassa!
Schüttelt ab die Blätter,
bringt uns Regenwetter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!“

Passend zu Lied und Wetter, gibt es bei uns zuhause nun auch die entsprechende Deko: Gestern haben meine Tochter und ich fleißig Fliegenpilze und Igel aus Papierresten gebastelt. Die Kleine hat auch eine Eule mit blauen (Finger)Flügeln gestaltet und natürlich haben wir vor ein paar Tagen – als noch herrlichstes Oktoberwetter war – auf dem Balkon draußen Kürbisse nach gezeichneten (sehr gruseligen ;-)) Vorlagen meines Sohnes ausgehöhlt und in der Weinkiste am Hauseingang drapiert. Die naturbelassene Herbstgirlande im Flur habe ich in einer spontanen Aktion abends aus getrockneten Blättern, Eicheln und Lampionblumen zusammengebunden und die Kürbisse von letztem Jahr aus alten Stricksocken haben ein warmes Plätzchen auf dem Kachelofen gefunden. Das ganze Arrangement vor und im Hausb bleibt nun noch rund fünf Wochen an Ort und Stelle, bevor dann die Adventszeit wieder zu neuen Bastelaktionen einlädt. Das Herbstbasteln hat jedenfalls schon sehr viel Spaß gemacht.

Bis bald

Eure

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Durchatmen

Durchatmen – Blick von der Kirchhöf in Richtung Schlegelsberg, Biederbach (Aquarell, 56×20, 2017)

 

(I) Atmen, du unsichtbares Gedicht!

Atmen, du unsichtbares Gedicht!
Immerfort um das eigne
Sein rein eingetauschter Weltraum. Gegengewicht,
in dem ich mich rhythmisch ereigne.

Einzige Welle, deren
allmähliches Meer ich bin;
sparsamstes du von allen möglichen Meeren, –
Raumgewinn.

Wieviele von diesen Stellen der Räume waren schon
innen in mir. Manche Winde
sind wie mein Sohn.

Erkennst du mich, Luft, du, voll noch einst meiniger Orte?
Du, einmal glatte Rinde,
Rundung und Blatt meiner Worte.

Rainer Maria Rilke  (1875-1926)

Pfauenauge

Leuchtender Herbst – Pfauenauge auf Chrysanthemen (Acryl auf Leinwand, 30×30, 2017)

 

Hier das dritte Bild in meinen Sommerferien, das zugegebenermaßen schon letzte Woche, noch vor der ersten Ausstellung in Biederbach entstand. Erst habe ich gedacht, dass die Farbenpracht des Pfauenauges auf dem Aprikot der Chrysanthemenblüten gar nicht so recht zur Geltung kommt. Doch irgendwie ergänzen sich Schmetterling und Blumen doch ganz gut.

Dieses Bild war das jüngste auf der Ausstellung am letzten Wochenende, von der ich euch ganz kurz berichten möchte: Wie schon im letzten Jahr habe ich mich wieder für die „Bauzaunvariante“ entschieden und diese mit weißen Tüchern als Hintergrund abgehängt. Rund fünf Stunden war ich letzten Freitag mit dem Aufbau beschäftigt, bei dem mich mein Mann tatkräftig unterstützt hat (vielen Dank, mein Schatz!). Über drei Festtage hinweg kamen dann immer wieder Besucher und haben die Bilder meiner Kollegen/innen sowie meine Werke auf sich wirken lassen. Das Schöne an dieser Ausstellung war, dass ganz unterschiedliche Stile für jeden Geschmack dabei waren: So habe ich viele Bilder aus der Heimat und Tierporträts sowie Bleistiftzeichnungen gezeigt, Robert Klausmann vor allem Landschaften aus Norddeutschland und Susanne Burger stellte einige ihrer riesigen und beeindruckenden Bühnenbilder sowie abstrakte Leinwandmalereien aus. Diese Mischung hat schließlich ein breites Publikum angezogen und das oft traditionelle, fröhliche Fest insofern bereichert, da man in der Halle etwas Abstand zur Musik und den vielen Menschen bekommen und ein bisschen Ruhe finden konnte.

Am Sonntagnachmittag habe ich dann recht spontan noch umsonst Kinderschminken angeboten, was von den jungen Festbesuchern gerne angenommen wurde. Insgesamt war die Ressonanz zu meinen Bildern sehr positiv; viele wussten nicht, dass ich male und waren daher überrascht, dass ich inzwischen doch so viele Exponate ausstellen kann. Natürlich habe ich dann auch Werbung für die kommende Ausstellung im Kurhaus in Freiamt gemacht. Doch bevor es dort in die heiße Phase geht, werden mein Mann, meine Kinder und ich erst einmal in den Urlaub fahren. Auf diese Auszeit freuen wir uns nun wirklich sehr ;-).

Ganz liebe Grüße

Wallfahrt

Wallfahrt – Wallfahrtskirche unserer lieben Frau vom Hörnleberg (Bleistift, A4, 2017)

 

Wenn‘ s mal schnell gehen muss…

… dann versuche ich mich zwischendurch an Bleistiftzeichnungen. Hier ein Novum, nämlich ein mit Bleistift gezeichnetes Gebäude. Diese herrliche Wallfahrtskirche steht auf dem Hörnleberg im Oberen Elztal. Man sieht sie aus verschiedenen Tälern in verschiedenen Gemeinden. Der Hörnleberg ist mitsamt seiner Kirche eine Art Orientierungspunkt, da er mit rund 905 m die übrigen, umliegenden Berge überragt. Dazu kommt sein Stellenwert als Wallfahrtsort, der ein Magnet für die Einheimischen, aber auch für Pilger aus der gesamten Region darstellt. Nebenbei ist er aber auch ein wundervolles Ziel für Wanderer oder Mountenbiker – der Blick von oben ins Elztal ist nämlich atemberaubend.

Farbtupfer

Der Geburtstag meines Mannes liegt zwar wieder rund vier Wochen zurück, dennoch möchte ich euch die Tischdeko zeigen, die ich zum Geburtstagsbrunch teilweise selbst gebastelt habe: Ich habe mir gedacht, dass ein paar Kürbisse passend zur Jahreszeit auf dem Tisch nicht schlecht wären, wollte aber nicht nur welche kaufen, sondern auch ein paar selber machen. Zuerst wollte ich ein paar nähen, aber mangels Zeit und Material (irgendwie hatte ich keine passenden Stoffe ich entsprechenden Farben), bin ich auf Strickkürbisse gestoßen. Manch ein Gast meinte: „Oh, hast du die selbst gestrickt?“, was ich dann verneinen musste, da ich überhaupt gar nicht stricken kann… . Ein bisschen Häkeln ist seit meinem Skiunfall drin, aber Stricken – da habe ich überhaupt keinen Zugang, das überlasse ich dann doch lieber anderen. Nun interessiert euch vielleicht, wie diese Wollkürbisse entstanden sind. Im Prinzip ist das wahnsinnig einfach: Man nehme eine alte Wollsocke, schneide sie an der Ferse auseinander, stopfe das Ganze mit Füllwatte aus, näht dann das „Loch“ zu und zieht den Faden immer wieder seitlich straff, damit das typische Kürbisstreifenmuster entsteht. Eine genaue Anleitung dazu findet ihr auch in einem Video von Mrs. Shabby Chic.

kuerbisdeko

Ich bin eventuell ein bisschen spät dran mit diesem Blockbeitrag. Aber auch wenn schon bald die Weihnachtsdeko kommt, kann man so immer noch ein paar Farbtupfer ins Wohnzimmer bringen. Denn zumindest bei uns, erfüllt der November im Moment das Klischee des dunkelsten und regnerischsten aller Monate voll und ganz.

Viel Spaß beim Kürbissebasteln wünscht euch

Unterschrift

 

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