Durchatmen

Durchatmen – Blick von der Kirchhöf in Richtung Schlegelsberg, Biederbach (Aquarell, 56×20, 2017)

 

(I) Atmen, du unsichtbares Gedicht!

Atmen, du unsichtbares Gedicht!
Immerfort um das eigne
Sein rein eingetauschter Weltraum. Gegengewicht,
in dem ich mich rhythmisch ereigne.

Einzige Welle, deren
allmähliches Meer ich bin;
sparsamstes du von allen möglichen Meeren, –
Raumgewinn.

Wieviele von diesen Stellen der Räume waren schon
innen in mir. Manche Winde
sind wie mein Sohn.

Erkennst du mich, Luft, du, voll noch einst meiniger Orte?
Du, einmal glatte Rinde,
Rundung und Blatt meiner Worte.

Rainer Maria Rilke  (1875-1926)

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Pfauenauge

Leuchtender Herbst – Pfauenauge auf Chrysanthemen (Acryl auf Leinwand, 30×30, 2017)

 

Hier das dritte Bild in meinen Sommerferien, das zugegebenermaßen schon letzte Woche, noch vor der ersten Ausstellung in Biederbach entstand. Erst habe ich gedacht, dass die Farbenpracht des Pfauenauges auf dem Aprikot der Chrysanthemenblüten gar nicht so recht zur Geltung kommt. Doch irgendwie ergänzen sich Schmetterling und Blumen doch ganz gut.

Dieses Bild war das jüngste auf der Ausstellung am letzten Wochenende, von der ich euch ganz kurz berichten möchte: Wie schon im letzten Jahr habe ich mich wieder für die „Bauzaunvariante“ entschieden und diese mit weißen Tüchern als Hintergrund abgehängt. Rund fünf Stunden war ich letzten Freitag mit dem Aufbau beschäftigt, bei dem mich mein Mann tatkräftig unterstützt hat (vielen Dank, mein Schatz!). Über drei Festtage hinweg kamen dann immer wieder Besucher und haben die Bilder meiner Kollegen/innen sowie meine Werke auf sich wirken lassen. Das Schöne an dieser Ausstellung war, dass ganz unterschiedliche Stile für jeden Geschmack dabei waren: So habe ich viele Bilder aus der Heimat und Tierporträts sowie Bleistiftzeichnungen gezeigt, Robert Klausmann vor allem Landschaften aus Norddeutschland und Susanne Burger stellte einige ihrer riesigen und beeindruckenden Bühnenbilder sowie abstrakte Leinwandmalereien aus. Diese Mischung hat schließlich ein breites Publikum angezogen und das oft traditionelle, fröhliche Fest insofern bereichert, da man in der Halle etwas Abstand zur Musik und den vielen Menschen bekommen und ein bisschen Ruhe finden konnte.

Am Sonntagnachmittag habe ich dann recht spontan noch umsonst Kinderschminken angeboten, was von den jungen Festbesuchern gerne angenommen wurde. Insgesamt war die Ressonanz zu meinen Bildern sehr positiv; viele wussten nicht, dass ich male und waren daher überrascht, dass ich inzwischen doch so viele Exponate ausstellen kann. Natürlich habe ich dann auch Werbung für die kommende Ausstellung im Kurhaus in Freiamt gemacht. Doch bevor es dort in die heiße Phase geht, werden mein Mann, meine Kinder und ich erst einmal in den Urlaub fahren. Auf diese Auszeit freuen wir uns nun wirklich sehr ;-).

Ganz liebe Grüße

Traumfänger

Auch in diesem Jahr beteilige ich mich wieder an der Ferienspielaktion der Gemeinde Biederbach. Dieses Mal werde ich u.a. Traumfänger im Rahmen eines Indianernachmittags im Kindergarten basteln. Grundsätzlich braucht man auch nicht viel Material dafür: Ich habe einfach Weideruten aus dem Garten zu Kreisen gebunden und dann mit Wolle umwickelt. Das „Fangnetz“ in der Mitte kann  man aus Wolle oder – wie beim größeren Traumfänger zu sehen – aus Schnur (hier ist es Wurstgarn) sternenförmig anlegen. Die Holzperlen aufzufädeln war jedoch nicht ganz einfach, da sowohl Wolle als auch Schnur gerne in der Perle stecken blieben. Da muss ich den Kindern sicherlich helfen. Ganz einfach wird es für die Kinder grundsätzlich nicht werden, ihren Traumfänger selber zu basteln. Ein paar Vorarbeiten werde ich daher noch leisten müssen. Ich hoffe aber, dass der Traumfänger schließlich die bösen Träume der Kinder einfängt und nur die guten durchdringen lässt.

Bis bald!

 

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Guck a mol – Lueg e mol

Guck a mol/Lueg e mol – Blick von Wanderweg zum Hünersedelturm nach Freiamt in Richtung Vogesen/Freiamt (Aquarell, 24×32, 2017)

 

Zweite Ferienwoche-zweites Bild. Ich hoffe, dass ich meinem Vorsatz, jede Woche ein Bild zu malen, treu bleiben kann ;-). Doch nun steht als erstes die Ausstellung auf dem Dorffest in Biederbach an. Drei spannende Tage beginnen!

Viele Grüße

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Lavendelduft

Leider ist der Lavendel bei uns im Garten nun überwiegend verblüht, doch den Duft haben mein Sohn und ich erhalten und auch weitergegeben. Mein Sohn kommt nach den Ferien in die Schule und als individuelles Abschiedsgeschenk für seine Erzieherinnen hatte unser Großer die tolle Idee, Lavendelblüten in Stoffsäckchen zu füllen. Mama hat also genäht und Sohnemann fleißig geerntet und aufgefüllt. Die Erzieherinnen haben sich sehr darüber gefreut und wir konnten das Team in ihren wohlverdienten Urlaub mit erholsamem, beruhigenden Lavendelduft und einer kleinen Erinnerung an den Schulanfänger (der wirklich unheimlich gerne in den Kindergarten gegangen ist!) entlassen.

Liebe Grüße

 

Loslassen

Loslassen – Strand mit Meer auf Sao Miguel/Azoren (Aquarell, 24×32, 2017)

Erster Ferientag in BaWü und erstes Bild in meinen Ferien. Heute morgen bin ich beim Stöbern in meinem Fotoarchiv auf diesen Strand gestoßen: 2006 waren mein Mann und ich auf Hochzeitsreise auf mehreren Azoreninseln. Die Azoren sind traumhaft schön und waren damals auch herrlich ursprünglich. Es gab noch kaum Touristen (sowie nur ganz wenige Reiseanbieter) und man traf auf jeder Insel immer wieder die gleichen Reisenden. Geprägt sind die Azoren weit draußen im Atlantik von heißen Quellen und erloschenen Vulkanen. Die Inseln sind grün und sehr fruchtbar, die Menschen leben vor allem von der Landwirtschaft. Dieser Strandabschnitt liegt auf der größten Azoreninsel namens Sao Miguel. Das Bild drückt mein momentanes Gefühl aus, loszulassen, die Seele baumeln zu lassen und ein bisschen mehr als sonst, in den Tag hineinzuleben.

Liebe Grüße von

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Alte Zeiten

Alte Zeiten – Hochburg bei Emmendingen (Aquarell, 20×30, 2017)

 

Noch eine Burg, noch mehr historisches Gemäuer. Dieses Mal allerdings nur ein Ausschnitt von der Hochburg bei Emmendingen, am Rande des Schwarzwaldes. Diese Festungsanlage ist eine der größten am Oberrhein und immer einen Ausflug wert.