Wilder Mann

Wilder Mann – Schuttig „Fratz“/Elzach (Bleistift, DIN A4, 2017)

Kaum ist Weihnachten vorbei, geht es schon wieder auf d’Fasnet (Fasnacht) zu. Als Einstieg in die närrische Zeit eine Bleistiftzeichnung eines Schuttigs, die bereits im Vorjahr entstanden ist (leider ist die Fotografie etwas unscharf, da ich diesen „wilden Mann“ hinter Glas im Zaum halten muss und ihn daher im Rahmen abgelichtet habe ;-)).

Viele Grüße

 

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Frohe Weihnachten!

Erster Schnee – Ortsteil Kirchhöf in Biederbach im November (Aquarell, 30×40, 2016)

 

Joseph von Eichendorff

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

 

Ich wünsche Euch allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit im Kreise eurer Familien und Freunde!

Liebe Grüße

Durchatmen

Durchatmen – Blick von der Kirchhöf in Richtung Schlegelsberg, Biederbach (Aquarell, 56×20, 2017)

 

(I) Atmen, du unsichtbares Gedicht!

Atmen, du unsichtbares Gedicht!
Immerfort um das eigne
Sein rein eingetauschter Weltraum. Gegengewicht,
in dem ich mich rhythmisch ereigne.

Einzige Welle, deren
allmähliches Meer ich bin;
sparsamstes du von allen möglichen Meeren, –
Raumgewinn.

Wieviele von diesen Stellen der Räume waren schon
innen in mir. Manche Winde
sind wie mein Sohn.

Erkennst du mich, Luft, du, voll noch einst meiniger Orte?
Du, einmal glatte Rinde,
Rundung und Blatt meiner Worte.

Rainer Maria Rilke  (1875-1926)

Pfauenauge

Leuchtender Herbst – Pfauenauge auf Chrysanthemen (Acryl auf Leinwand, 30×30, 2017)

 

Hier das dritte Bild in meinen Sommerferien, das zugegebenermaßen schon letzte Woche, noch vor der ersten Ausstellung in Biederbach entstand. Erst habe ich gedacht, dass die Farbenpracht des Pfauenauges auf dem Aprikot der Chrysanthemenblüten gar nicht so recht zur Geltung kommt. Doch irgendwie ergänzen sich Schmetterling und Blumen doch ganz gut.

Dieses Bild war das jüngste auf der Ausstellung am letzten Wochenende, von der ich euch ganz kurz berichten möchte: Wie schon im letzten Jahr habe ich mich wieder für die „Bauzaunvariante“ entschieden und diese mit weißen Tüchern als Hintergrund abgehängt. Rund fünf Stunden war ich letzten Freitag mit dem Aufbau beschäftigt, bei dem mich mein Mann tatkräftig unterstützt hat (vielen Dank, mein Schatz!). Über drei Festtage hinweg kamen dann immer wieder Besucher und haben die Bilder meiner Kollegen/innen sowie meine Werke auf sich wirken lassen. Das Schöne an dieser Ausstellung war, dass ganz unterschiedliche Stile für jeden Geschmack dabei waren: So habe ich viele Bilder aus der Heimat und Tierporträts sowie Bleistiftzeichnungen gezeigt, Robert Klausmann vor allem Landschaften aus Norddeutschland und Susanne Burger stellte einige ihrer riesigen und beeindruckenden Bühnenbilder sowie abstrakte Leinwandmalereien aus. Diese Mischung hat schließlich ein breites Publikum angezogen und das oft traditionelle, fröhliche Fest insofern bereichert, da man in der Halle etwas Abstand zur Musik und den vielen Menschen bekommen und ein bisschen Ruhe finden konnte.

Am Sonntagnachmittag habe ich dann recht spontan noch umsonst Kinderschminken angeboten, was von den jungen Festbesuchern gerne angenommen wurde. Insgesamt war die Ressonanz zu meinen Bildern sehr positiv; viele wussten nicht, dass ich male und waren daher überrascht, dass ich inzwischen doch so viele Exponate ausstellen kann. Natürlich habe ich dann auch Werbung für die kommende Ausstellung im Kurhaus in Freiamt gemacht. Doch bevor es dort in die heiße Phase geht, werden mein Mann, meine Kinder und ich erst einmal in den Urlaub fahren. Auf diese Auszeit freuen wir uns nun wirklich sehr ;-).

Ganz liebe Grüße

Wallfahrt

Wallfahrt – Wallfahrtskirche unserer lieben Frau vom Hörnleberg (Bleistift, A4, 2017)

 

Wenn‘ s mal schnell gehen muss…

… dann versuche ich mich zwischendurch an Bleistiftzeichnungen. Hier ein Novum, nämlich ein mit Bleistift gezeichnetes Gebäude. Diese herrliche Wallfahrtskirche steht auf dem Hörnleberg im Oberen Elztal. Man sieht sie aus verschiedenen Tälern in verschiedenen Gemeinden. Der Hörnleberg ist mitsamt seiner Kirche eine Art Orientierungspunkt, da er mit rund 905 m die übrigen, umliegenden Berge überragt. Dazu kommt sein Stellenwert als Wallfahrtsort, der ein Magnet für die Einheimischen, aber auch für Pilger aus der gesamten Region darstellt. Nebenbei ist er aber auch ein wundervolles Ziel für Wanderer oder Mountenbiker – der Blick von oben ins Elztal ist nämlich atemberaubend.