Ausstellungssommer

Nicht mehr lange und für mich beginnt der „Ausstellungssommer“: Ich werde sowohl im August als auch im September jeweils eine Ausstellung bestreiten. Alle Leser sind natürlich ganz herzlich eingeladen, meine Ausstellungen zu besuchen! Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Zeit finden würdet, zu kommen. Hier nun die Eckdaten:

12.08.-14.08.2017:

Dorffest Biederbach – Gemeinschaftsausstellung des KreativKreises Biederbach in der Schwarzwaldhalle in Biederbach, Eintritt ist frei. Ausgestellt werden ausgewählte Aquarelle, Acrylbilder und Bleistiftzeichnungen (Manuela Weber), Aquarelle (Robert Klausmann) sowie großformatige Leinwandmalereien und Bühnenbilder (Susanne Burger).

03.09.-29.09.2017:

Ausstellung „Hier und da – Impressionen aus der Heimat und der Ferne“ im Kurhaus Freiamt. Die Vernissage mit kleinem Umtrunk findet am 03.09.2017 um 15 Uhr statt. Auch dazu möchte ich euch herzlich einladen.

Natürlich bin ich schon ziemlich aufgeregt und es kommt die nächsten Woche noch einige Arbeit im organisatorischen Bereich auf mich zu – drückt mir die Daumen, dass beide Ausstellungen gelingen ;-). Bis bald!

Eure

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Wallfahrt

Wallfahrt – Wallfahrtskirche unserer lieben Frau vom Hörnleberg (Bleistift, A4, 2017)

 

Wenn‘ s mal schnell gehen muss…

… dann versuche ich mich zwischendurch an Bleistiftzeichnungen. Hier ein Novum, nämlich ein mit Bleistift gezeichnetes Gebäude. Diese herrliche Wallfahrtskirche steht auf dem Hörnleberg im Oberen Elztal. Man sieht sie aus verschiedenen Tälern in verschiedenen Gemeinden. Der Hörnleberg ist mitsamt seiner Kirche eine Art Orientierungspunkt, da er mit rund 905 m die übrigen, umliegenden Berge überragt. Dazu kommt sein Stellenwert als Wallfahrtsort, der ein Magnet für die Einheimischen, aber auch für Pilger aus der gesamten Region darstellt. Nebenbei ist er aber auch ein wundervolles Ziel für Wanderer oder Mountenbiker – der Blick von oben ins Elztal ist nämlich atemberaubend.

Winter ade!

Winter ade – Rägemolli mit Teppichklopfer (Bleistift, 30×40, 2017)

 

Gestern Abend hat es mich noch einmal gepackt. Ich musste unbedingt wieder einen Schuttig in Bleistift aufs Papier bringen, obwohl schon bald Ostern ist. Heraus kam dieser Rägemolli mit Teppichklopfer in der Hand, den Blick nach oben in Richtung eines Fensters auf der Umzugsstrecke gewandt. Vielleicht sieht er dort auch den ersten Schmetterling an ihm vorbeiflattern? Dann hätte es ja mit dem Winteraustreiben geklappt! Also – Winter ade, dem Frühling steht nichts mehr im Wege.

 

Noah goht der Teufel los!

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Noah goht der Teufel los – Schuttig „Teufel“ (Bleistift, DIN A4, 2017)

 

Alter Elzacher Fasnetmarsch (Auszug)

Text von Fritz Gysler

 

Wenn bal Fasnet isch, noah goht der Teufel los!

Tra-ra-ra, die schöne Zeit ist da,

das rote Zottelkleid bringt uns viel Lust und Freude;

Drum lasst das Haus, und schmeißt die Sorgen naus.

denn wer der Narren Zeit vergeud,

der isch kei Narr und doch nit g’scheid.

 

Oh, oh, oh, was bummert denn au so

die Straßen auf und ab,

hört ihr den Ruf voll Graußen,

das ist der Narr, der Schuttig bunte Schar,

mit Bloadere, Schere,Farreschwoanz,

goht er zum wilde Narretoanz.

 

Schon viele hundert Jahr,

springt froh der Schuttig Schar

im Städtchen an der Elz,

nach alter Väter Sitt und Art.

Er fürchtet nicht Gefahr

der freie Schuttignarr

er sagt die Wahrheit ungefärbt

und manche wird noch ’s Fell vergerbt.

Quelle: http://www.narrentag-elzach.de/.cm4all/iproc.php/Fasnetmarsch.pdf?cdp=a

 

 

S goht d’gege

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S‘ goht d’gege – Kleiner Schuttig an der Kinderfasnet (Bleistiftzeichnung, ca. 21×30, 2017)

 

In Elzach nahe Freiburg beginnt morgen die sogenannte „Kinderfasnet“: Zwei Wochen vor dem Fasnachtssonntag dürfen die Kinder als Schuttig und Rägemolli durchs „Städtle“ ziehen und mit „Saublodere“ und „Schere“ den wilden Mann geben. Unter anderem wird dabei folgender Spruch von den „Schuttigfoppern“ (Kinder, die nicht als Schuttig verkleidet sind) den Schuttig zugerufen, um sie zu ärgern:

„Schudreck, Schudreck volle Rueß, het e‘ Hompfele Dreck om Fueß„!

Für die Kinder im Oberen Elztal ist die Kinderfasnet eine wunderbare Zeit, da sie sich bereits jetzt schon verkleiden dürfen und viel Zeit draußen an der frischen Luft verbringen. Der Höhepunkt für die Erwachsenen ist jedoch der „Fasnetsundig“ (Fasnachtssonntag), da dort die beiden größten Schuttigumzüge stattfinden. Sowohl nachmittags bewegen sich die wilden Narren von mehreren Musikkapellen begleitet durch die Straßen der Kleinstadt als auch abends – hier jedoch mit Fackeln in der Hand -, was die unheimlichen Gestalten und das Treiben noch mystischer erscheinen lässt. Vorneweg springt immer der schwarze Teufelschuttig, der die roten Mannen und die Rägemollis anführt, und der vor allem von den Kindern gefürchtet, aber wegen seiner Wildheit auch geliebt wird.

Um einen weiteren Eindruck von dieser traditionellen Fasnet zu bekommen, werde ich euch demnächst noch ein paar Schuttigbilder mehr zeigen. In diesem Sinne wünsche ich euch schonmal eine glückselige Fasnet!

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Kinderlachen

kinderlachen

Kinderlachen

Mich hat ein Kinderlachen
Gestreift mit seiner ganzen Lust –
Was soll ich damit machen,
Ich, aller Bitternis bewusst?

Es klang so leicht und helle,
So arglos und so leidgefeit,
Als jauchzt′ es auf der Schwelle
Von grosser Lebensherrlichkeit!

Mir ist sie nicht geworden,
Die reich von guten Sternen rinnt –
Sah Traum auf Traum nur morden,
Und war doch auch ein solches Kind.

Hat’s nur an mir gelegen,
Dass euer Lachen ich verlernt,
Und dass von meinen Wegen
Die beste Freude blieb entfernt?

Ich kann es nicht entscheiden,
Entwirren nicht mit eigner Hand –
Verschulden ja und Leiden
Ist eng verschlungen ineinand.

Euch aber mag’s gelingen!
Und selber ist mir’s nun, als müsst′
Ich an mein Ziel noch dringen,
Weil euer Lachen mich geküsst.

Hanns von Gumppenberg