Innehalten

Der Blick aus unserem Wohnzimmer fasziniert mich immer wieder: Man sieht auf den Hörnleberg mit der Wallfahrtskapelle „Unsere Liebe Frau“, der uns je nach Tages- oder Jahreszeit immer wieder etwas anders erscheint. Mit diesem Blick verbinde ich Heimat, Glaube und Zuversicht. Ein besonderer Zauber liegt abends über dieser Landschaft. Dann muss man einfach innehalten und sich die Schönheit der Natur bewusst machen.

IMG_7340
Abendstimmung am Hörnleberg (2015)

Innehalten

von Rainer Maria Rilke

Man muss den Dingen die eigene, ungestörte Entwicklung lassen,
die tief vom Innern kommen muss
und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann.

Alles ist austragen und dann gebären…

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne die Angst, dass dahinter kein Frühling kommen könnte.

Er kommt doch.

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind,
als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit.

Man muss Geduld haben gegen das Ungelöste im Herzen
und versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben und wie Bücher,
die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.

Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken eines fremden Tages
in die Antwort hinein.

Advertisements

Ordnungshelfer

„Schatz, wo ist denn die Fernbedienung?“ Auch wenn bei uns diese Frage noch selten gestellt wird – mit zwei kleinen Kindern kommt man einfach nicht mehr in den Genuss eines schönen Fernsehfilms – ist es doch praktisch zu wissen, wo das kleine Kästchen zu finden ist. In einer Wohnzeitschrift habe ich die Anregung für dieses Sofautensilo gefunden und auch wenn die Zeit gerade knapp ist, war dieses Projekt sehr einfach umzusetzen. Schön ist, dass zusätzlich ein Büchlein sowie ein paar Taschentücher Platz finden. Ob die Zeitschriftentasche nützlich ist, wird sich noch herausstellen. Jedenfalls ist die Fernbedienung nun gut aufgehoben.

Sofautensilo

Auf dem Markt

Am Samstag ist bei uns in der angrenzenden Kleinstadt ein kleiner, aber feiner Wochenmarkt, wo u.a. viele Blumen zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Ab und an bringen mir mein Mann und mein Sohn einen wunderbaren Rosenstrauß mit – und welche Frau freut sich nicht über Rosen? Die zarten Röslein in der Vase unten habe ich dieses Mal selbst ausgesucht und die Margeriten von der Wiese nebenan einfach locker dazu gesteckt. So ein Sträußchen auf dem Tisch freut einen einfach und ich hoffe, dass ich noch ein bisschen was davon habe. Und ab und zu muss man sich auch etwas Schönes gönnen, oder?

Rosenstrauß

Biokost

Man könnte meinen, bei uns dreht sich zur Zeit alles ums Essen. Und in der Tat – dem ist auch so! Unsere kleine süße Maus ist nun 5 1/2 Monate alt und letzte Woche gab‘ s den ersten Brei. Pastinake. Bio natürlich. Selbst gekocht. Vier Tage lang hat sie mit Lust gegessen, immer ein bisschen mehr. Doch dann wurde sie leider krank und jetzt scheint sie kein Interesse mehr am Essen zu haben. Naja, dann versuchen wir es nächste Woche wieder, vielleicht mit Bio-Karotte? Apropos Bio: Wir haben einfach eine Probekiste bei einem fahrenden Biohändler bestellt. Die Zusammenstellung war mir egal und so haben wir Gemüse bekommen, das wir sonst nie kaufen. Dabei waren u.a. Kohlrabi (die mag mein Mann nicht so, aber schmecken eigentlich lecker ;-)), Sellerie und Sauerampfer. Also gab es am Samstag eine köstliche Selleriesuppe und einen leckeren Sauerampfersalat mit Schinkenspeck, Ei, Tomate und Croutons. Das Honig-Senfdressing hat super mit dem Salatensemble harmoniert. Die Bio- Gemüse-Obst-Überraschungskiste war also ein Volltreffer, da man wirklich gezwungen ist, Neues auszuprobieren. Ich denke, wir schließen ein Abo ab 🙂 und freuen uns auf feines Bio-Obst und Bio-Gemüse aus der Region!

Sauerampfersalat

Süße Verführung

Hmmmm! Schon lange habe ich mich auf die Erdbeerzeit gefreut: Ist es nicht ein Genuss, in die erste Erdbeere zu beißen und sich das süße, fruchtige Geschmackserlebnis auf der Zunge zergehen zu lassen?! Die erste Schale Erdbeeren war im Nu weg – als Dessert hat die ganze Familie am Samstag dutzende rote Früchte verputzt. Lecker!

Erdbeeren

Da kam es gerade recht, dass der Kachelofen einer neuen Deko bedurfte: Osterhase, Eier und Co. waren schon länger weggeräumt und nun herrschte gähnende Leere auf dem momentan unbenutzten Prachtstück. Angeregt von den leckeren Beeren (Pardon: Nüssen) habe ich mich für eine sommerliche Erdbeerdeko entschieden. Ein paar Bilderrahmen, die schon lange im Keller verstaubten, habe ich herausgekramt und einfach ein paar Erdbeeren gemalt und den entsprechenden Stoff gerahmt. In unserem Garten wachsen dann noch unzählige Wilderdbeeren und eine davon wurde kurzerhand einmal eingetopft. Mal schauen, wie lange sie bei uns im Wohnzimmer überlebt ;-).

IMG_7176

IMG_7180

IMG_7183